Richtlinien!

Hatte eben Rückruf bzgl. der Fahrkostenunterstützung. 2 Befunde + Attest der FÄ reichen nicht aus, um zu begründen, dass ich in regelmäßige, fachärztlich Untersuchung MUSS. Ich soll die nächsten Fahrten (wie auch immer) aus eigener Tasche bezahlen, mir in Hildesheim und Hannover weitere Gutachten einholen und erst dann entscheidet der medizinische Dienst der KK erneut, ob ich die Untersuchungen überhaupt für Yorik brauche. Hatte am Telefon so einen Nervenzusammenbruch, dass ich nur noch in den Hörer schrie, dass ich mein Kind dann sterben lassen müsse, weil eine KK, die jedem, der sich das Rauchen abgewöhnen will Töpferkurse bezahlt, aber Babys, die ohne Fachärzte keine Chance auf Leben haben, diese Untersuchungen nicht ermöglichen will. Ich schrie, dass ich in den letzten Wochen nur höre „Richtlinien“, dass ich bei den Nahrungsergänzungen, die wichtig für Yorik sind nichts dazu bekomme, keine Teststreifen für die Diabetes, da ich ja nicht insulinpflichtig bin, aber regelmäßig überwacht werden muss und jetzt nicht einmal Fahrkostenbezuschussung, um das Leben meines ungeborenen Kindes zu retten…
Ob ich meine anderen Kinder hungern lassen soll, um die Fahrten in die Kliniken zu bezahlen und ein „richtiges“ Gutachten… wofür wir überhaupt eine KK brauchen, wenn wir nur einzahlen und uns nicht trauen können etwas aus der KV zu nutzen, weil das eh nicht getragen wird… und dass ich dann morgen nicht zur Untersuchung fahren kann und hoffe, dass der medizinische Dienst ruhig schlafen kann, weil sie gerade das Urteil über meinen ungeborenen Sohn gesprochen haben. Der Herr von der KK will helfen und war der Falsche, der es abbekommen hat. Er will noch einmal mit dem medizinischen Dienst sprechen, aber ich habe für all die Scheiße grad keine Kraft mehr. Ich kann Yorik nicht helfen und die, die es könnten, die jeden Monat Beiträge kassieren, um uns im Notfall zu helfen, wollen es nicht. Sie bieten mir frecherweise noch psychologische Hilfe an, damit ich mich mal ausheulen kann. Welch eine Ironie! Ich brauche keine Psychologen, ich brauche finanzielle Unterstützung, um meinem Sohn die notwendige medizinische Vesorgung geben zu können!

Hauptbegründung: „Die Richtlinien, die der Gesetzgeber aufgestellt hat… eine Regierung die eben die Bürger, die sich nun beschweren mit gewählt haben…“ Ich habe nur noch geheult und gebrüllt, dass ich kein Praragraph und mein Baby keine Richtlinie sind, das die KV-Beiträge auch nicht rein hypothetisch sondern von meinem real existierenden, menschlichen Ehemann, der sich bei der Arbeit für einen Hungerlohn den Buckel krumm schuftet, um trotzdem Bezuschussung vom Amt annehmen zu müssen, bezahlt werden und dass die Menschlichkeit der KK scheinbar da aufhört, wo die Einnahmen abgeschlossen sind und es an die Verteilung geht. Ab da ist das Schlagwort „Richtlinien“. Wozu dann KV???

Ich habe sagte ihm auch, dass keine KK an Richtlinien gebunden ist, wenn es darum geht etwas zu GEBEN. Sie haben Richtlinien für das Minimum, das sie erfüllen müssen. Darüber hinaus haben sie individuelle Möglichkeiten. Nur will man die ja nicht, denn dann nimmt man weniger ein. Das fließt dann beispielsweise in Erholungsheime, die jeder KK-Versicherte mit finanziert, ohne sie überhaupt (oder selten) zu nutzen. Frag mal wegen Rauchentwöhnung, da bezahlen sie Dir ernsthaft einen Töpferkurs! (4 Bekannte haben es mir bestätigt) Ich habe nur noch gebrüllt, dass der medizinische Dienst sogar noch viel mehr durch die Verweigerung einspart: Wenn mein Sohn nicht überleben kann, sparen sie sich wenigstens diesen verschissenen Waschlappen mit KK-Emblem, den es zu Geburt gibt.

Der Herr von der KK hat bei der ARGE und FÄ angerufen. Ich DARF jetzt einen Antrag auf zusätzlichen Mehrbedarf bei der ARGE stellen. Dazu muss ich noch einmal alle Befunde vorlegen, sowie Attest, dass ich eben zu Fachärzten MUSS. Allerdings muss ich auch einen Widerspruch gegen die KK vorweisen, den ich erst einlegen kann, wenn mir die Ablehnung zugestellt wurde. Erst wenn auch dieser Widerspruch abgelehnt wurde, prüft dann die ARGE, ob ich Anspruch  habe, um zusätzlichen Mehrbedarf für einen Anteil der Fahrkosten zu bekommen.
Selbst wenn ich den Antrag bei der ARGE jetzt sofort stellen könnte und man ihn umgehend bearbeiten würde, bräuchte mann durch die Bearbeitungszeiten von Widerspruch an die KK und dann Prüfung durch die ARGE Wochen, die ins Land gehen, in denen Yorik längst geboren und sterben könnte, weil wir ihn nicht dort hinbringen können, wo ihm geholfen wird. WAS IST DAS FÜR EIN LAND, IN DEM WIR LEBEN? Wie können Menschen so grausam sein? Ich will doch nichts für mich, ich will doch nur mein Kind retten!!!

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