mein Kleiner mit Anzug

Achim war von Sonntag bis Dienstag in Hannover. Montag war so ein toller Tag! Am Telefon erzählte mir Achim, dass man begonnen habe Yorik über die Magensonde zu füttern. Eine Mischung aus Tee und Babymilch, immer nur einige Milliliter, um zu sehen, wie er es verträgt und er machte das so toll!!! Yorik behielt ALLES drin!
Die Ärzte sagten, man würde nun beständig die Menge steigern und ganz auf Milch umstellen, so dass er dann möglichst bald die Trinkmenge zu sich nimmt, die ein Baby in seinem Alter braucht. Zu diesen guten Neuigkeiten kam hinzu, dass man ihm einige Zugänge entfernen konnte. Nur noch ein Zugang, die Magensonde, der ZVK und leichte Sauerstoffunterstützung brauchte er noch. Man zog ihm zum ersten Mal einen Strampler an und unser kleiner Prinz sah auf den Bildern, die Achim machte, soooo süß aus!
Gegen Mittag kam der Anruf meines Mannes, dass man Yorik nun auch am gleichen Tag noch auf die normale kinderkardiologische Station verlegen wolle. Ich habe vor Freude so geheult!
Abends saß ich bei Nikki und war wie betrunken, weil ich dachte, dass nun alles mit solchen Riesenschritten voran geht…
Dienstag fuhren wir dann alle nach Hannover. Nikki, ihr Mann, die Kröten und ich.
Aufgeregt war ich, freute mich, meinen Kleinen mit Anzug und viel weniger Technik an die er angeschlossen ist, zu sehen. Da kam die Nachricht von Achim, Yorik sei wieder am CPAP angeschlossen, bliebe weiter auf Intensiv und es habe noch kein Arzt Zeit gehabt, ihm zu erklären was los sei.
Es fühlte sich an, wie ein Rückschlag, vor allem, als Nikki und ich dann bei Yorik saßen und er da mit diesem CPAP lag, den wir doch als abgehakt betrachtet hatten. Die Ärztin erklärte dann, dass man ihm den CPAP nur als Unterstützung gäbe, da die Blutuntersuchungen einen erhöhten Entzündungswert anzeigten. Dieser sei zwar nicht weiter gestiegen, aber man wolle ihn trotzdem entlasten, soweit man könne. Daher bräuchte Yorik vor allem auch Ruhe, dürfe nicht auf den Arm und sollte auch sonst nicht aufgeregt werden, weder positiv noch negativ.
Vielleicht war es gut, dass die Verlegung auf normale Kinderstation am Montag nicht stattfand, weil man dort keinen Platz hatte. Sonst wäre der Schreck sicher noch größer gewesen, wenn er dann in der Nacht wieder auf Intensiv zurück gemusst hätte. Aber trotzdem fühlte sich das eben alles so nach Rückschlag an.
Heute fahre ich mit Timo und wir bleiben bis morgen in Hannover. Hoffentlich geht es Yorik besser und ich darf meinen Kleinen wieder auf den Arm nehmen!

Nikki, danke, dass Du bei mir warst, als ich wegknickte, in der Klinik! Du hast mir geholfen stärker zu wirken, als ich in dem Moment war.

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