Helferin vom Nikolaus

Heute kam Emmy mit nach Hannover und bleibt bis Mittwoch hier. Es ging nur geringfügig darum, wenigstens eines der Mädchen an Nikolaus bei mir zu haben (glaubt mir jemand das „geringfügig“?), sondern viel mehr darum, dass der arme Nikolaus ja völlig überfordert ist. Warum?
Naja, man nehme mal die Tatsachen, dass die Kinder, in der Nacht zum 6. Dezember, ihre Stiefel in die Fensterbank stellen und diese dann gefüllt werden. Yorik hat aber keine Fensterbank. Und, was noch viel schlimmer ist: Er hat ja noch nicht einmal Schuhe!
Wie also soll da der Nikolaus etwas zu ihm bringen? Er müsste erst bei den Schwestern klingeln, durch die Handdesinfektion….
Nein, da hat er uns gefragt, ob er uns das Geschenk da lassen kann und wir es dann heimlich zu Yorik bringen, damit er nicht denkt, der Nikolaus hätte ihn vergessen. Zum Glück fiel uns dann ein, dass wir ja eine kleine Helferin haben. Emmy!
Also weihten wir sie ein, erzählten, um was der Nikolaus uns gebeten hat und fragten sie, ob sie als Helferin abends das Geschenk zu Yorik bringen mag. Natürlich war sie das. Und so schlüpfte sie gegen halb acht in ihr Weihnachtskostüm, wir klemmten uns das Geschenk unter den Arm und marschierten auf Station ein. Tja, nachdem das Geschenk neben den Säckchen vom Weihnachtskalender hing, gab Emmy die Tarnung als Helferin vom Nikolaus auf und stürzte sich, wieder ganz verliebte Schwester, auf Yorik, um ihn abzuschlecken.
Es ist so herzerfrischend zu sehen, wie unbefangen sie mit all den Zugängen umgeht. Vorsichtig schiebt sie sie zur Seite, achtet pingelig darauf, sich auf keinen der Schläuche zu stützen und sieht dann nur noch ihren kleinen Bruder, IHREN Yorik, dem sie bereits im Bauch vorsang und erzählte, wie sehr sie sich darauf freut, wenn er endlich da ist und sie ihn auf den Arm nehmen kann.

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